Ein Herz für die Hauswirtschaft

Die schon über ein Jahr andauernde Pandemie hat die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Lern- und Entwicklungsprozess erheblich eingeschränkt. Auch die berufliche Orientierung ist in den vergangenen Monaten deutlich zu kurz gekommen.

Trecker fahren, Blumen und Bäume anpflanzen, Tiere versorgen – darunter können sich junge Leute etwas vorstellen. Auch die Berufsbezeichnungen LandwirtIn, GärtnerIn und TierwirtIn lassen sich einfach zuordnen.

Aber wie sieht es aus mit der Hauswirtschaft? Nur Wenige wissen um die Vielseitigkeit dieses Berufsfeldes – dabei sind hier wahre Alleskönner tätig. Wer würde nicht gern sein Hobby zum Beruf machen? Organisationstalente, die nebenbei auch noch gern dekorieren, Rezepte ausprobieren und häuslich veranlagt sind, finden sich hier absolut wieder. Die Bandbreite der Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten ist groß. Denn neben serviceorientierten Dienstleistungen spielt auch die Betreuung von Kindern oder älteren Menschen eine wichtige Rolle.

„Was mir in meinem Beruf Hauswirtschafterin sehr gefällt, ist die vielfältige Arbeit – dass man das kochen und backen richtig lernt und dass ich jeden Tag etwas Anderes mache, andere Leute sehe. Ich kann den Beruf auf jeden Fall weiterempfehlen.“, sagt Lea Benecke (3. Lehrjahr im Trägerwerk Soziale Dienste Artern).

Führten hauswirtschaftliche Kräfte früher hauptsächlich die Haushalte großer landwirtschaftlicher Gutshöfe, so sind sie heute aus etlichen Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken. Insbesondere in der stationären und ambulanten Pflege, in Reha-Kliniken und sozialen Einrichtungen – sogar auf Kreuzfahrtschiffen werden HauswirtschafterInnen gesucht und eingesetzt.

„In unserer Region gibt es zahlreiche ausbildende Unternehmen“, weiß Berufsschullehrerin Dagmar Koch, die eng mit dem Projekt Grünbund zusammenarbeitet.

Dabei eignet sich der Berufsschulstandort Sondershausen besonders für Jugendliche aus dem Kyffhäuserkreis und dem Landkreis Nordhausen. Andere Auszubildende müssen viel weiter fahren – schließlich gibt es nur zwei Berufsschulen in ganz Thüringen, die den theoretischen Ausbildungsteil für die HauswirtschafterInnen abdecken. Sowohl in der Schule als auch in der Praxis bietet die Hauswirtschaft Einblicke in verschiedenste Themenbereiche – Ernährungslehre, Kochen, Betreuung, Servieren, Planen, Einkaufen, Raumgestaltung, Textilpflege, Hygiene, Arbeitssicherheit und Umweltschutz sind nur einige davon.

„Wer an der Hauswirtschaft Interesse hat, sollte vorab am besten ein Praktikum absolvieren.“ empfiehlt Sozialpädagogin Katja Wagner, denn „so kann man sich über seinen Berufswunsch im Klaren werden und im besten Fall einen Ausbildungsbetrieb von sich überzeugen.“

Gern unterstützen wir bei der Suche nach einem geeigneten Praktikums- und Ausbildungsplatz. Entsprechende Informationen gibt es in unserer Ausbildungsbörse oder telefonisch unter 034672-69690 bzw. 03631-4359 11.

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